Eingewöhnung

In der kindlichen Entwicklung bildet der Übergang von der gewohnten familiären Atmosphäre in den Kindergartenalltag eine wichtige Phase. Das Kind muss sich in kürzester Zeit auf viele neue Veränderungen gewöhnen:

 

·        unbekannte Kinder

·        andere Spielsachen

·        klare Regeln

·        strukturierter Tagesablauf

·        neue Bezugspersonen

Eine sanfte Eingewöhnungsphase ermöglicht den Kindern den Trennungsschmerz zu minimieren, so kann das Kind sich mit der neuen Erzieherin vertraut machen und die neu gewonnenen Eindrücke verarbeiten.

 

Die Praxis zeigt, wie wichtig die Einbeziehung der Eltern in die Eingewöhnung ist. Aus diesem Grund werden sie auch im Aufnahmegespräch über unser Eingewöhnungskonzept ausführlich aufgeklärt. Auch die Vorlieben, Abneigungen und Gewohnheiten des Kindes werden erfragt und von der Erzieherin dokumentiert. Die Eltern haben außerdem die Möglichkeit weitere Informationen zum Kita-Alltag zu erfragen.

 

Die Eingewöhnungsdauer ist von Kind zu Kind verschieden – denn jedes Kind durchlebt eine individuelle Eingewöhnung. Daher ist es wünschenswert, dass Eltern Geduld und Zeit für die Eingewöhnungszeit aufbringen.

Deshalb möchten wir die Eingewöhnungsphase in Anlehnung an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ gestalten:

 

⤷ An den ersten Tagen bleiben Mutter / Vater für ca. 1,5 Stunden, mit dem Kind in der Gruppe.

    Sie sind Gäste, die gemeinsam beim Spielen dabei sind. 

    Die Erzieherin nimmt vorsichtig Kontakt zum Kind auf, ohne zu drängeln. 

    Sie versucht über Spielangebote, Blickkontakt und Gespräche mit dem Kind Kontakt aufzunehmen

    und langsam eine zunehmende Vertrautheit aufzubauen.

⤷ Die Eltern gehen immer mehr in die passive Rolle, halten sich am Rande auf und sind einfach nur da.

 

⤷ Der Trennungsversuch wird ausgedehnt.                                       

    Wenn das Kind spielt, verabschiedet sich Mutter/Vater und verlässt den Raum.

    Sie  bleiben aber in der Einrichtung.

    Sollte das Kind weinen und kann sich nicht innerhalb weniger Augenblicke wieder              beruhigen,

    werden Mutter / Vater wieder dazu geholt.

      

⤷ Beschäftigt sich das Kind in der Gruppe und lässt es sich bei Bedarf von der Erzieherin     trösten hat die 

    Erzieherin die Funktion einer „sicheren Basis“ (Bezugsperson) übernommen.

   Damit ist die erste Eingewöhnungsphase abgeschlossen und wir können auf der                  sicheren Basis aufbauen.

   Der Abschied der Mutter / des Vaters sollte kurz sein und nicht unnötig in die Länge             gezogen werden.

   Das belastet das Kind unnötig.